Akupunktur

Seit 900 v. Chr. wird die Akupunktur erfolgreich in der Tiermedizin angewandt. In der Humanmedizin wird es seit mehr als 4000 Jahren mit erstaunlichen Ergebnissen praktiziert. Aufgrund der überzeugenden Behandlungserfolge übernehmen sogar die Krankenkassen, in den letzten Jahren, die Kosten der Akupunktur für spezielle Krankheitsbilder.

Die Akupunktur ist eine der fünf Behandlungsformen der traditionell chinesischen Medizin (TCM). Unter Akupunktur versteht man das Verabreichen von physikalischen Reizen an genau definierten Punkten (Akupunkturpunkte) auf der Körperoberfläche, um regulierend auf den Organismus einzuwirken.

Das Ziel der Akupunkturbehandlung ist, den harmonischen Energiefluss wiederherzustellen. Ist dieser ungehindert und ausreichend, ist der Organismus gesund. Wird aber die Homöostase gestört, etwa durch psychische Belastungen (Angst, Wut, Stress), äußere Einflüsse (Kälte, Hitze, Feuchtigkeit, Wind) oder durch andere Faktoren wie beispielsweise Überanstrengung, Trauma, schlechte Ernährung, Bewegungsmangel, geraten der Körper und seine Organe ins Ungleichgewicht. Es kommt zu Blockaden des Qi in den Meridianen. Wenn dieser Zustand länger anhält, entsteht eine für die westliche Medizin „messbare“ Krankheit. In der chinesischen Medizin ist jedoch Erkrankung und Schmerz immer nur ein Symptom für Disharmonien im Qi- Fluss.

Ein Beispiel dafür: Wenn man in der TCM von einem "Yin-Mangel der Leber" spricht, wird man es in der Schulmedizin beispielsweise als chronische Augenerkrankung erkennen.
Der Yin- Mangel ist jedoch schon sehr viel früher erkennbar. Wird dieser Mangel nicht behandelt, entsteht daraus nach einiger Zeit eine „sichtbare“ Erkrankung des Auges.

Deshalb ist die Akupunktur u. a. die richtige Wahl für eine effektive Gesundheitsvorsorge. Durch regelmäßige Untersuchungen kann ein energetisches Ungleichgewicht schon im Vorfeld einer möglichen Erkrankung erkannt und beseitigt werden, sodass es gar nicht zum Ausbruch der Krankheit kommt.
Sinnvoll ist vorbeugende Akupunktur als begleitende Maßnahme während der Turniersaison, zur Optimierung der Fohlenaufzucht, zur Stärkung des Immunsystems und damit insgesamt zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen.

Mit Akupunktur kann geheilt werden, was gestört ist, aber nie, was zerstört ist.

Prinzipiell kann man Erkrankungen durch Akupunktur erfolgreich therapieren, wenn noch keine irreparablen Schäden vorhanden sind.
Grundsätzlich sollte vorweg der Tierarzt konsultiert werden.

Vor allem bei:

  • Atemwegserkrankungen
  • Stoffwechselstörungen
  • Gastritis
  • Dauerrosse
  • Fruchtbarkeitsstörungen
  • Headshaking, Weben, Koppen
  • u.v.m.

Akupunktur spricht auch bei funktionellen Schädigungen des Bewegungsapparates, wie z.B. Schmerzen und Funktionsstörungen (Blockierungen) in den Extremitäten, Becken und Wirbelsäule sehr gut an. Narben werden durch spezielle Techniken behandelt.

Bei chronischen Erkrankungen, die meist starke Beschwerden hervorrufen, kann man mit Akupunktur eine Besserung herbeiführen.
Akupunkturbehandlungen stellen bei den folgenden chronischen Erkrankungen eine wertvolle und oft sehr erfolgreiche Ergänzung der Schulmedizin dar:

  • Rückenprobleme, Rückenschmerzen (auch „Kissing spines“)
  • Chronische Lahmheit
  • Ataxie
  • Chronische Bronchitis
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Nervenschädigung durch Traumen
  • Leistungsabfall bei Sportpferden
  • Ekzeme

Früher wurde in China ein Arzt solange bezahlt, wie sein Patient gesund blieb. Wurde der Patient krank, erhielt der Arzt kein Honorar mehr.

Es sollte nicht akupunktiert werden bei:

  • Indikationen, die chirurgisch versorgt werden müssen
  • bösartigen Tumoren
  • Erkrankungen mit einem seuchenhaften Verlauf
  • vorheriger Behandlung mit Cortison

Der Vorteil der Akupunkturbehandlung liegt in der möglichen und sinnvollen Kombination mit allen Naturheilverfahren und schulmedizinischen Therapien. Nebenwirkungen, die schädlich auf den Organismus einwirken, treten bei korrekter Anwendung nicht auf.